Familienhebamme und Familien-Gesundheits-KinderkrankenpflegerIn

Gemeinsame Qualifizierung

Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesinitiative Frühe Hilfen, dass die verschiedenen an der Betreuung beteiligten Berufsgruppen die gemeinsame Arbeit im sensiblen Feld der Lebensphase von der Schwangerschaft bis ins dritte Lebensjahr der Kinder systematisch vernetzt durchführen und im besten Falle weiter entwickeln. Neben Hebammen, die sich schon seit Jahren zu Familienhebammen (FamHeb) weiterqualifizieren und in dieser Funktion tätig sind, ist nun auch vorgesehen, Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen zu Familien-Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen (FGKiKP) zu qualifizieren und auch sie in Familien mit entsprechendem Hilfebedarf einzusetzen.

Inhalte und Ziele

Die Themenbereiche entsprechen den Kategorien der Handlungsanforderungen, wie sie im Kompetenzprofil Familienhebammen und dem Curriculum zur FGKiKP beschrieben sind.
• Qualitätsentwicklung
• Gesundheit und Entwicklung des Säuglings
• Gesundheit und Entlastung der primären Bezugspersonen
• Beziehung und Interaktion der primären Bezugspersonen mit dem Kind
• Kooperation
• Systemisches Denken und Handeln, Kommunikative Kompetenz und Beratungstools

 

Die Entwicklung persönlicher Kompetenzen, die Vermittlung von Fachwissen und die Orientierung auf die praktische Arbeit mit den Familien und ihrem Umfeld sind gleichermaßen Bestandteile des Kurses.

TeilnehmerInnen und Perspektive

TeilnehmerInnen

Voraussetzungen: Qualifizierter Berufsabschluss in der (Gesundheits- und) Kinderkrankenpflege bzw. die Anerkennung als Hebamme. Zwei Jahre Berufserfahrung sind erwünscht.

Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesinitiative Frühe Hilfen, dass die verschiedenen an der Betreuung beteiligten Berufsgruppen die gemeinsame Arbeit im sensiblen Feld der Lebensphase von der Schwangerschaft bis ins dritte Lebensjahr der Kinder systematisch vernetzt durchführen und im besten Falle weiter entwickeln. Neben Hebammen, die sich schon seit Jahren zu Familienhebammen (FamHeb) weiterqualifizieren und in dieser Funktion tätig sind, ist nun auch vorgesehen, Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen zu Familien-Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen (FGKiKP) zu qualifizieren und auch sie in Familien mit entsprechendem Hilfebedarf einzusetzen.

 

Vom gemeinsamen Lernen zur kooperativen Praxis
Im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen werden nun in Hamburg Hebammen zu Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern zu Familien-Gesundheits-KinderkrankenpflegerInnen in einem gemeinsamen Kurs qualifiziert.
Diese Qualifizierung wird eng abgestimmt mit einem ähnlichen Angebot in Schleswig-Holstein. Hamburg und Schleswig Holstein vereinbaren, dass AbsolventInnen des einen Bundeslandes im anderen anerkannt werden und dass beide Bundesländer eine Sockelfinanzierung für den Kurs übernehmen.

Ziel der Arbeit

  • die ausreichende Versorgung des Kindes sichern,
  • die körperliche und seelische Entwicklung der Mutter und des Kindes unterstützen,
  • die Entwicklung einer tragfähigen Bindung fördern,
  • die Vernetzung der Familien in private und professionelle Strukturen in ihrem Sozialraum fördern.

Abschluss

Es wird eine detaillierte Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht und am Kolloquium ausgestellt.
Der Kurs ist zertifiziert vom Hebammenverband Hamburg und vom Hebammenverband Schleswig-Holstein mit mindestens 200 Fortbildungspunkten.

Umfang und Zeiten

Lehrgang 2017

Die Fortbildung hat einen Umfang von 270 Stunden, darin enthalten sind insgesamt 20 Stunden für Intervisionsgruppen und 30 Stunden für Projektentwicklung und/oder Fallbegleitung und 220 Stunden Unterricht.

Einführung / Infotag Frühe Kindheit - Frühe Hilfen: 18. Januar 2017

Lehrgang 2017 - Unterrichtsblöcke:

Block 1: Dienstag bis Donnerstag 18. bis 20. Juli 2017
Block 2: Dienstag bis Donnerstag 12. bis 14. September 2017
Block 3: Dienstag bis Donnerstag 14. bis 16. November 2017
Block 4: Dienstag bis Donnerstag 12. bis 14. Dezember 2017
Block 5: Dienstag bis Donnerstag 16. bis 18. Januar 2018
Block 6: Dienstag bis Freitag 27. Februar bis 2. März 2018 (bis 12.45 Uhr)
Block 7: Dienstag bis Donnerstag 17. bis 19. April 2018
Block 8: Dienstag bis Donnerstag 12. bis 14. Juni 2018
Block 9: Dienstag bis Donnerstag 21. bis 23. August 2018

Unterrichtszeiten sind in der Regel 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr, inkl. Pausen

Anmeldung und Kosten

Anmeldung

Die Auswahl der TeilnehmerInnen erfolgt im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens. Bewerbungsschluss: 21. Februar 2017
Bitte füllen Sie das Anmeldeformular aus und schicken Sie es per Fax, per Post oder als Scan per Mail an KREISEL e.V.
Hier finden Sie das Anmeldeformular.

 

Kosten und Zuschüsse

Die Kosten der Qualifizierung betragen 2.650 Euro.
Für Teilnehmerinnen aus Hamburg übernimmt die Stadt Hamburg einen Teil der Kosten (Zuschussbedingungen siehe unten).

Für TeilnehmerInnen aus anderen Bundesländern: Bitte wenden Sie sich an Ihre Kommune oder an die örtlichen Träger der Projekte Frühe Hilfen und erfragen Sie, wie Sie einen Zuschuss oder eine Kostenübernahme z.B. aus Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen erhalten können.

Für alle gilt: Ratenzahlung ist möglich! Beachten Sie auch unsere Hinweise zur Finanzierung.

 

Zuschüsse der Stadt Hamburg

Teilnehmerinnen, die eine Tätigkeit in einem Frühe-Hilfen-Angebot in Hamburg nachweisen können, zahlen einen Eigenanteil von 540 Euro. Für die übrigen Kosten übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg einen Zuschuss in Höhe von 2.110 Euro. Das gilt auch, wenn die Beschäftigung erst im Laufe des Kurses begonnen wird.

Die Förderbedingungen der Stadt Hamburg finden Sie hier.

Um prüfen zu können, ob Sie für die Ausbildung den Zuschuss erhalten können, beantworten Sie uns bitte den „Fragebogen Tätigkeit“. Wenn möglich, lassen Sie sich Ihre Tätigkeit von Ihrem Arbeitgeber bescheinigen.

Teilnehmerinnen, die nicht in einem der genannten Arbeitsfelder arbeiten, können sich um alternative Finanzierungsmöglichkeiten bemühen. Dabei sind wir Ihnen gern behilflich. Erste Informationen finden Sie auf unserer Website unter Hinweise zur Finanzierung.

Teilnehmerinnen, die anstreben  in einem der zuschussberechtigten Arbeitsfelder zu arbeiten und diese Tätigkeit im Lauf des Kurses beginnen, müssen bis dahin die fälligen Raten vorfinanzieren. Bei Nachweis einer Beschäftigung (Festanstellung, Honorar, Kooperation) werden die über den Eigenbeitrag von 540 Euro hinaus gezahlten Beträge erstattet.

Leitung

MARGARITA KLEIN
Fachbereichsleitung Frühe Kindeheit KREISEL e.V.; Leitung Hebammenpraxis kleiner KREISEL
Diplom-Pädagogin, Hebamme, Systemische Beratung/Familientherapie

Weitere ReferentInnen zu den jeweiligen Sachthemen. Die Praxiseinführung erfolgt durch erfahrene Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern.